Zeichnungen vom Getreide


Das Getreide im aufstrebenden Wachstum und in der wiegenden Höhe, in der sich die Ähren befinden, lässt eine sensible Beziehung zum Licht erahnen.


So dürfen wir die Getreidearten vor allen anderen Pflanzen als kosmische Sonnenwesen bezeichnen, die sich besonders stark mit der Erdenstofflichkeit verbinden und in der Sphäre des Lichtes irdische Substanzbildung anreichern.

(Udo Renzenbrink, Ernährungskunde aus anthroposophischer Erkenntnis, S. 93)


Weizen

Der Weizen wächst entgegen der Schwerkraft im Sonnenlicht nach oben. Welche Kraft ist es, die dieses grazile, aufgerichtete Wachstum bewirkt? 

 


 


Roggen

Der Roggen hat einen hohen und kräftigen Wuchs, seine Wurzeln reichen weit in die Erde, wodurch er viele Mineralien aufnimmt. Haben Sie sich schon einmal ganz genau die rhythmisch, gleichmäßig geformten Körner in der langen Ähre angeschaut? 

 



Gerste

Die Gerste enthält sehr viel Kiesel wie man ihn in der reinen Form als Bergkristall kennt. Auffallend ist hier die Härte und Durchsichtigkeit des Bergkristalls. Bezeichnend ist der kristalline Charakter über einem Gerstenfeld, der eine Verbindung vom Kiesel zu dem umgebenden Licht und der Sonne zeigt. 

Hafer

Der Hafer unterscheidet sich von den anderen einheimischen Getreidesorten durch die gelockerte Rispenbildung im Vergleich zu den Ähren der anderen Getreide. Durch diese gelockerte Form kann der Wind die einzelnen Körner viel mehr in Luft und Sonne bewegen. 



  

Zeichnungen: Eva Maria Brandmayer, Berlin

Hirse

Die Hirse beinhaltet besonders viel Kiesel, was durch die harten Körner spürbar und sichtbar ist. Bedeutungsvoll ist dieser schützende und festigende Charakter vom Kiesel für die Haare und die Haut.


Mais

Die Lichtbeziehung vom Mais ist durch seine Vegetationszeit und seine große, dichte Blattfläche beeinflusst. Die Lichtintensität nimmt in der Wachstumsphase, im August/ September, bereits wieder ab, weswegen der Mais nicht besonders lichtvoll ist. 

Reis

Der Reis wächst im Wässrigen und findet in der Lichtbe-ziehung durch die Photosynthese mit dem starken, grünen Blattwachstum und den gut koordinierten Körnern einen rhythmischen Ausdruck.  



 

 

 

 

 

 

Zu den sieben Hauptgetreidearten zählen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Reis und Mais.

Die heute wieder in große Beliebtheit gekommenen, alten Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn und Kamut gehören zur Getreidegattung des Weizens.


Dinkel

Der Dinkel ist ein Urgetreide, wenn er nicht mit Weizen eingekreuzt wurde. Die Körner reifen in einer lockeren Ähre, die von einer kieseligen Spelzhülle umschlossen ist und einen schützenden Effekt gegenüber Umwelteinflüssen bildet. Auffallend sind die gut geformten Körner die im Sonnenlicht reifen.  

Emmer

Der Emmer gehört auch zu den Spelzgetreiden. Seine Ähren sind langbegrannt und aus jedem Absatz der Ährenspindel, wachsen zwei Körner, er wird deswegen auch Zweikorn genannt. Er enthält viel Lutein und Zeaxanthin, sie gehören zu den Carotinoiden und sind als Pigmente für das menschliche Sehvermögen notwendig.