Sensible Biokristallisation im Vergleich zwischen Backhefe und BackNatur Ferment


Im Folgenden können Sie einige Kupferchloridkristallisationsbilder im Vergleich betrachten. Ganz besonders interessant ist, neben der morphologischen Betrachtung der Kristallnadelkonfiguration, der ästhetische Ausdruck der Kristallisationen. Somit erhält der empfindsame Eindruck des Betrachters über die physische Ausgestaltung der Kristallisationsnadeln hinaus, einen zur Brotqualität erkennenden Stellenwert. 

Besonders hervorzuheben ist die anschauende Urteilskraft, die Ehrenfried Pfeiffer ein besonderes Anliegen war. Es geht nicht einseitig um eine Bewertung von "gut oder schlecht", sondern darum, wie die Ausgestaltung der Kristallbildform auf den einzelnen Betrachter wirkt. Man kann dieses mit einem Museumsbesuch vergleichen, bei dem man einem Kunstwerk gegenübersteht und dieses zunächst auf sich wirken lässt. Gleichsam, wie der Maler seine Empfindungen in dem Werk zum Ausdruck gebracht hat, kann eine wesenhafte Seite bei den Kristallisationsbildern zu erkennen sein. 

 

Biokristallisation von Backhefe 

Biokristallisation von BackNatur Ferment 


Bei diesem Kristallisationsbild haben sich mehrere Zentren ausgebildet. Diese zeigen im Mittelpunkt ein recht kompaktes, dichtes, moosartiges, wenig ausdifferenziertes Nadelgefüge. Von diesen bilden sich verschwommene, mit feingliedrig ausgefächerten Verzweigungen, Hauptnadelzüge zu den Randzonen hin. Einige Bereiche der Randzone sind schwach gestaltet. Man hat den Eindruck, dass ein vitales und ungeformtes Zentrum besteht. 

 

Dieses Kristallisationsbild hat ein Zentrum mit einer doppelten Hohlform ausgebildet. Von diesem gehen die gebogenen Hauptnadelzüge mit klar geformten, lockeren, spitznadeligen Verzweigungen aus. In der Randzone zeigen sich feinaufgegliederte Nadeln, die bis zum Rand des Bildes reichen. Vom Gesamteindruck her, wirkt das Kristallbild entgegenkommend, leicht dynamisch und gut differenziert. 



                                    Die sensible Biokristallisation - eine ganzheitliche Methode

Wer will das Lebendige erkennen und beschreiben,

Sucht erst den Geist herauszutreiben,

Dann hat er die Teile in seiner Hand,

Fehlt, leider! Nur das geistige Band!

Johann Wolfgang von Goethe, Faust I


Backhefebrot aus Bio- Dinkelmehl, Typ 630

Durch den Vergleich zu dem Kristallisationsbild von der Bäckerhefe, lässt sich bei diesem Backhefebrot, gleichsam der "wesenhafte" Charakter erkennen. In der Mittelzone zeigt sich eine starke "Filzbildung", die Kristallnadeln sind wenig strukturiert ausgebildet. Über dieses abgegrenzte Zentrum hinaus haben sich dicknadlige Kristallzüge entwickelt, die sich am Ende grobstrukturiert auffächern. Die Randzone ist vom Nadelgefüge sehr schwach bedeckt. Das Kristallisationsbild wirkt wenig harmonisch verbunden und wirkt zurückgezogen. 

BackNatur Fermentbrot aus Bio-Dinkelmehl, Typ 630

Bei diesem Kristallisationsbild wiederholt sich der wesenhafte Ausdruck wie beim Kristallisationsbild vom BackNatur Ferment. Der Bildcharakter zeigt einen gelockerten, leichten, dynamisch bewegten Ausdruck und wirkt in einer harmonischen Verbindung. Der sich wiederholende Ausdruck mit dem Getreide lässt den Gedanken entstehen, dass die Teiglockerung mit dem BackNatur Ferment getreidegemäß ist.  


Die Methode der sensiblen Biokristallisation 

Die bildschaffenden Methoden finden seit den achtziger Jahren ein wachsendes Interesse. Neben den bekannten Analysemethoden, in Hinblick auf die Inhaltsstoffe und auch den Schadstoffen in den Lebensmitteln, findet der Gedanke an die lebendigen Gestaltkräfte in der Nahrung mit diesen einen entsprechenden Raum. Die Frage nach dem Ausdruck des Lebendigen in der Pflanze zeigt, dass diese in ihrem Wachstumsprozess einen bestimmten Grad an Ordnung in ihrer Struktur, Gestalt und Form entwickelt. Deutlich wird dieses bei einem Strukturverfall durch Alterung. Günstige Strukturen und Formen gehen mit einer hohen so genannten Vitalaktivität eines Lebensmittels einher. Die Struktur der Lebensmittel, ihre Formkraft und ihre Lichtqualität wirkt auf das Wohlbefinden des Menschen und somit auf die Gesundheit zurück. 

 

Die sensible Biokristallisation oder Kupferchloridkristallisation zählt mit zu den bildschaffenden Methoden. Diese fußt im Besonderen auf der Pionierarbeit von Ehrenfried Pfeiffer, der die lebendigen Kräfte sichtbar machen wollte. Er bekam den Hinweis von Rudolf Steiner zwischen einer Verbindung von einem anorganischen Metallsalz und einer biologischen Substanz zu forschen. So begannen seine Forschungsarbeiten mit 200 verschiedenen Salzen und es zeigte sich, dass sich Kupferchlorid besonders gut eignete, da es leicht auf die überformenden Kräfte aus den Pflanzen reagiert. 

Es bilden sich verschiedene Gestaltungen und Formen im sensiblen Kristallisationsprozess zwischen der lebendigen Lebensmittelsubstanz und dem Metallsalz aus. Diese Wirkungsdynamik zur Ausgestaltung wird als wesentlich wertgebend zur Berurteilung der Lebensmittelqualität gesehen.